Posts Tagged ‘arte

11
Jul
12

Endlich auf DVD: „Gefährliche Seilschaften“ – „Borgen“

Seit Ende Juni gibt es die erste Staffel (zehn Episoden) der erfolgreichen dänischen Polit-Serie „Borgen – Gefährliche Seilschaften“ auf DVD zu kaufen. Die Serie lief im Februar erfolgreich auf arte. Diese Perle hätte es verdient, zur besten Sendezeit bei den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF zu laufen.
Vom ZDF unter der Führung von Thomas Bellut sind solche und ähnliche Einkäufe aus dem Ausland wohl nicht zu erwarten. Immerhin hat Bellut dafür gesorgt, daß das „Philosophische Quartett“ (mit Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski) und das von Volker Panzer moderierte „nachtstudio“ abgesetzt wurden. Den TV-Zuschauern sei deshalb arte als TV-Kultur-Sender und als maßgeblicher TV-Sender für die weiteren Staffeln der dänischen Polit-Serie „Borgen – Gefährliche Seilschaften“ ans Herz gelegt.

Die Geschichte der Serie „Borgen – Gefährliche Seilschaften“ erzählt den politischen Aufstieg von Birgitte Nyborg (Sidse Babett Knudsen) für die Partei der Moderaten, gepaart mit Schilderungen aus der Karriere einer aufstrebenden Journalistin bei TV1 und der Tätigkeit von Medienberatern, sog. spin doctors. Spätestens mit der Wirtschaftsministerin, um die es zum Thema Frauenquote geht, zieht schlechtes Klima in die Ehe der Ministerpräsidentin ein. Im Verhandlungspoker um die Frauenquote mit dem mächtigsten Wirtschaftsmagnaten Dänemarks erzielt Nyborg einen wichtigen Sieg …

Nach meinem Eindruck macht diese Polit-Serie mehr transparent als Studien politischer Nachrichten und Magazine einschließlich Medienkritik zusammen. Allerdings erzählt sie auch vom Scheitern bzw. der Angst davor, dem Unterschied von Männern und Frauen und warum politische Kämpfe zwischen ihnen an die Grenzen des Erträglichen gehen können, den Gefahren von Verstrickungen mit den Mächtigen usw., vor allem aber vom Kampf um Emanzipation und politische Geltung in Abstimmung mit den Interessen der eigenen Familie.

Medien wie die Süddeutsche Zeitung, das Hamburger Abendblatt und Spiegel online sind einhellig in der Meinung, daß diese dänische Polit-Serie richtig gutes Fernsehen ist (siehe Rückentext DVD-Kassette).
Am 18.02.2012 hatte ich bereits einmal über diese Serie geschrieben.

14
Mär
12

Gefährliche Seilschaften – Die Zeit läuft ab

Ich hoffe sehr, sehr und sehr und besonders inbrünstig, daß „Gefährliche Seilschaften“ („Borgen“) in ARD oder ZDF gesendet wird. Leider ist die Zeit in der Mediathek abgelaufen: arte+7 ist die Bezeichnung für die zeitlich begrenzte Verfügbarkeit der verfügbaren Folgen der Polit-Serie „Gefährliche Seilschaften“. Diese im Nordland (Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland) so erfolgreiche Serie um eine Präsidentin in Dänemark verdient größte Beachtung im deutschen Fernsehen. – Folgender Link wird bald unwirksam.

10
Mär
12

Groenewold, Glaeseker und Konsorten – Welche Rolle spielten Wulffs Spin-Doctors?

Schelte ich den Ex-Präsidenten oder befrage ich seine Partner?
Was ist los mit Groenewold, Glaeseker usw., Warum taten sie, was sie taten?
Welche Interessen stehen dahinter, einen Bundespräsidenten scheitern zu lassen, der sich für Integration einsetzte? Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht?
Warum haben die Berater des Bundespräsidenten gefehlt? Wollten sie ihn scheitern sehen?
Mir ist das alles zu glatt, was bislang passiert ist.
Wer jüngst auf arte „Gefährliche Seilschaften“ („Borgen“) gesehen hat, kann ermessen, warum ich das frage.
Ich denke, es wird noch ein Nachspiel geben. … da stimmt was nicht.

18
Feb
12

Gefährliche Seilschaften. Politthriller auf arte

Am Ende des Polit-Thrillers „Gefährliche Seilschaften“ sei erinnert an frühere Debatten in den 1980er-Jahren. Da hörte ich immer wieder, Frauen würden nicht realistisch dargestellt. Jetzt sind andere Zeiten. Könnten wir das ideologische Geplänkel von früher abstellen, bitte?!
Wenn wir „Gefährliche Seilschaften“, den dänischen Polit-Thriller auf arte (Originaltitel: „Borgen“, 2010, Autor: Adam Price, Regie: Rumle Hammerich), ansehen, begreifen meine Streitgenossen und ich hoffentlich etwas deutlicher und jenseits ideologischer Grabenkämpfe, worum es wirklich und nach über 30 Jahren geht.
Sind die derzeitigen Paritätsdiskussionen in unseren Medien zufällig? Ich denke: nein.
Nein, ich beanspruche nicht, rechtzuhaben. Ich lerne – wie Ihr anderen auch – täglich dazu.
Ja, ich plädiere für eine Revision geschlechtlich paritätisch genutzter politischer Ämter und mit allen Folgen für die Lebenswelten der betroffenen Menschen.
So wird das ein langer, langer Marsch. Und wie „Gefährliche Seilschaften“ am Ende zeigt, geht es über individuelle Schicksale hinweg wie ein reißender Fluß, weil es ein historischer Strom ist.

Im Februar 2012:
Parallel zu den Karnevalssendungen und deshalb relativ unbemerkt hat in der letzten Woche auf arte zur besten Sendezeit der zehnteilige dänische Politthriller „Gefährliche Seilschaften“ begonnen. Von der Serie werden jeden Donnerstag noch bis zum 8. März zwei Folgen ausgestrahlt. Wiederholungen kann man an den darauffolgenden Samstagnachmittagen und mittwochs in der Nacht sehen. In der Mediathek von arte unter „arte – Videos“ sind die Folgen für jeweils sieben Tage nach der Ausstrahlung zu sehen.

Wer Politik bis dato für langweilig hielt, kann sich dank der realistisch und spannend zugleich erzählten politischen Machtkämpfe, Konkurrenzen und Intrigen um die Premierministerin Birgitte Nyborg, dargestellt von Sidse Babett Knudsen, einen Begriff davon machen, wie das Politikgeschäft funktioniert, welche Rolle Spindoktoren dabei spielen, wie stark die Macht der Medien (in Gestalt vom ehemaligen Chef der Arbeiterpartei Michael Laugesen, gespielt von Peter Mygind) ist, wie viele politischen Ideale man fahren lassen muß zugunsten der Anforderungen an die Realpolitik und wie sehr sich eine Ehefrau und Mutter als erste Premierministerin im Land gegen männlichen Chauvinismus durchsetzen muß (ihren Ehemann Phillip spielt übrigens Mikael Birkkjær, bekannt aus dem dänischen Thriller um die Kommissarin Sarah Lund, „The Killing“ –  „Forbrydelsen“).
In den vergangenen neun Wochen haben wir in Deutschland mit der Affäre und schließlich dem gestrigen Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff einen Fall, von dem wir annehmen können, daß es nun hinter den Kulissen ebenfalls recht unruhig zugeht, nachdem die Bundeskanzlerin Angela Merkel angekündigt hat, mit allen im Bundestag vertretenen Parteien außer der Linken über mögliche Kandidaten für die Nachfolge von Wulff zu beraten, und am selben Tag die mitregierende Partei FDP signalisiert hat, einen von der Regierungskoalition ausgesuchten Kandidaten vorzustellen. Von der in diesen kleinen Unterschieden steckenden Art ist der Zündstoff für z. B. die in Talk-Shows geführten politischen Auseinandersetzungen, der die Geltungsansprüche und machtpolitischen Konflikte vorantreibt: Wenn man hier das nötige Fingerspitzengefühl vermissen läßt, kann daraus ein Flächenbrand entstehen, der persönliche Opfer fordern wird. Sollte die nunmehr dritte Wahl des Bundespräsidenten innerhalb ein und derselben Legislaturperiode zum Scheitern führen, sind die politischen Folgen für unser Gemeinwesen unabsehbar.

Die erste Staffel von „Borgen“ brachte 1,5 Millionen Zuschauer vor den Fernseher (Dänemark hat 5,5 Millionen Einwohner), an einer dritten Staffel wird bereits gearbeitet. Sowohl die TV-Serie als auch die Hauptdarstellerin wurden mehrfach ausgezeichnet.

01
Feb
12

„Sturm“ oder Die Schwierigkeit, Menschenrechtsverletzungen zu verfolgen

Am 1. Februar 2012 zeigte arte zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr den großartigen wie beklemmenden Film „Sturm“. Die Gemeinschaftsproduktion (Ausschnitt) aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden aus dem Jahr 2009 unter der Regie von Hans-Christian Schmid mit dem Drehbuch von Bernd Lange schildert ein Kriegsverbrechertribunal vor dem europäischen Gerichtshof in Den Haag gegen einen ehemaligen Befehlshaber der jugoslawischen Volksarmee. Dieser wird beschuldigt, für die Deportation und Ermordung von bosnisch-muslimischen Zivilisten verantwortlich zu sein. Der wichtigste Augenzeuge Alen Hajdarevic (Kresimir Mikic) begeht Selbstmord, nachdem sich seine Aussagen wegen Widersprüchlichkeit als unglaubhaft erweisen. Die Anklägerin Hannah Maynard, dargestellt von Kerry Fox, ermittelt weiter in Sarajevo und trifft auf die Schwester des Augenzeugen, Mira Arendt, dargestellt von der mehrfach ausgezeichneten rumänischen Schauspielerin Anamaria  Marinca (bekannt u.a. aus dem rumänischen Film „4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“). Mira erklärt sich bereit auszusagen und schildert in wünschenswerter Klarheit, was damals geschah; sie spricht auch von Vergewaltigungen („Was passiert denn Frauen im Krieg?“).
Das Treffen mit dem Gerichtspräsidenten ernüchtert die Ankläger: ihnen wird die Verzögerung des Gerichtsverfahrens vorgeworfen, sie werden unter Druck gesetzt. Die Ablehnung der Zeugin droht – wie sich herausstellt, aus politischen Gründen. Den Advocatus Diaboli Jonas Dahlberg spielt Rolf Lassgård, bekannt als Darsteller von Mankells Kommissar Wallander.
Der Film zeigt auf erschütternde Weise das Mißverhältnis von Recht und Gerechtigkeit, die Fänge des Pragmatismus und die Ränkespiele einer interessengeleiteten Politik, die das Justizwesen unterwandern.
Der Film „Sturm“ wurde von arte koproduziert und erhielt zahlreiche Preise, u.a. mit dem Filmpreis von Amnesty International auf der Berlinale 2009, mit dem Autorenpreis des Verbands der Agenturen für Film, Fernsehen und Theater (VdA) für Bernd Lange, dem Friedenspreis des Deutschen Films, dem Deutschen Filmpreis in Silber in der Kategorie „Bester Spielfilm“ (2010) und dem Deutschen Filmpreis in Gold für den besten Schnitt (Hansjörg Weissbrich) sowie die beste Filmmusik  von The Notwist, einer deutschen Independent-Band.
Der Film wird auf arte wiederholt am 16.02.2012 um 00:35 Uhr.

25
Aug
11

Mörder, Diebe, Verräter. Die Nationalsozialisten in Belgien ab 1940

Von den nationalsozialistischen Mördern und Dieben, wie sie von 1940 bis 1944 u.a. in Belgien wüteten und dort willfährige Helfer, Kollaborateure und Denunzianten bei den dortigen Behörden und in der belgischen Bevölkerung fanden, erzählt der Film „Modus Operandi – Die belgische Shoah“, der am 24.08.2011 auf arte zur besten Sendezeit ausgestrahlt wurde (kann man noch ansehen; s. Link arte). Wiederholt wird der belgische Film von Hugues Lanneau (2008) am Dienstag, den 30.08.2011, um 9:55 Uhr.
Wenn man sich den Film anschaut, lernt man viel über Behörden, ihre Sprache und ihre mit dieser verbundenen Perfidie.
Film anschauen, solange es noch geht! (arte-Link)
Es gibt vieles in diesem Film, was sehr nahegeht. Die für mich am meisten treffende Szene ist die kurz vor bzw. während des Abspanns, als der Uniformierte Mutter und Kind voneinander trennt.
In dem fast 100 Minuten dauernden Film wird minutiös jeder der 26 todbringenden Transporte beleuchtet: Sofern nachvollziehbar, werden Einzelschicksale betroffener Juden und ihrer Familien erzählt. Darunter gibt es auch Glücksfälle wie die Fluchten von 17 Häftlingen aus dem 20. Konvoi – im Nacherzählen ein Aufatmen, ein Gewinn. Jedes gerettete Menschenleben ist ein Gewinn, während den Bürokraten der Verfolgung nichts weniger als die Verdammnis gebührt.
Seit Mai 1940 drangsalieren die deutschen Nationalsozialisten im Zuge ihrer Weltmacht-Ideologie auch Belgien: angefangen von Polizeiregistern, für deren Korrektheit und Vollständigkeit einheimische Verwaltungskräfte gutgläubig mitmachen und den „Jude“-Stempel zum Paßeintrag freiwillig hinzutun, bis zur aktiven Mithilfe bei der Denunziation für Transporte in die Vernichtungslager wie Auschwitz. In den wüstesten Zeiten der Vertreibung jüdischer Menschen bereichern sich die Nazis an jüdischem Eigentum und zeigen damit ihre wahrhafte, gleichsam zweifelhafte und widerliche „Natur“: Was von diesen vermeintlichen Übermenschen ausgeht, ist Gewalt, Haß, Brutalität, Schmutz und anderes dergleichen; wie sollten das also “Herrenmenschen” sein, die sich schlimmer gebärden als Tiere?!
Namen: Kurt Asche; Ernst Ehlers; Constantin Canaris; freilich viele andere.
Belgien hat erst im Jahre 2000 den Verfolgten-Status der Juden anerkannt und finanzielle Entschädigung gezahlt.
Denken wir für einen Moment an den Protest derjenigen, die bei der Volkszählung nicht mitmachen möchten – damals (1983/1987) nicht, heute 2011 auch nicht. Diese Verweigerung rührt genau von dort, von genau solchen Erfahrungen. Und dies ist nicht bloß eine „Empfindlichkeit“; das hat die Geschichte ja gezeigt: Wo immer gesellschaftliche Gruppen gezählt werden – ganz gleich, für welchen Zweck –, ist das Getto, gedacht oder über die (schlechte) Wohnlage faktisch, nicht mehr fern. Und mit der (stadt-, stadtviertel-)gegebenen Verortung kann man ihrer habhaft werden, den Fremden, den anderen, den Wie-auch-immer-Stigmatisierten.
Denken wir in diesem Zusammenhang auch über Städtebau nach!

Die Rolle der Vereinigung der belgischen Juden AJB (Association des Juifs de Belgique) ist bis heute umstritten: Was tat sie zum Schutz der Juden? Was tat sie für die Verfolgung der Juden? Das müssen letztendlich Historiker klären.
Am 4. September 1944 wurde Brüssel von der nationalsozialistischen Besetzung befreit.

Überflüssig zu sagen und dennoch:
Daß niemals mehr ein Krieg von Deutschland ausgehen soll, ist selbstverständlich, weil nicht mehr durchführbar. Weil Kriege von den maßgeblichen, weil wirtschaftlich starken  Ländern heute nicht mehr geführt werden können, ohne die Menschheit zu vernichten, muß es ein entsprechendes Verdikt seitens Europa geben. Schon mal davon gehört?!
Wenn man es zu Ende denkt, sind die Nationalsozialisten bloß eines: Feinde menschlichen Lebens.

Weitere Informationen: http://www.faz.net/artikel/C30525/judenjaeger-in-belgien-30287761.html

25
Jan
11

Der gewöhnliche Rassismus. Arte, 25.01.2011

Heute abend ist „Alltäglicher Rassismus“  in Frankreich und Deutschland der Themenabend auf arte. Der Film „Schwarz auf Weiß“ von Günter Wallraff bildet den Auftakt um 20:15 Uhr.
Der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff war wieder einmal undercover – über ein Jahr reiste er als Somalier quer durch Deutschland: auf Arbeitssuche, auf Wohnungssuche, als Kneipenbesucher, als Camper usw., und er filmte seine Begegnungen mit versteckter Kamera. Wie unfreundlich und erschreckend dreist seine Mitmenschen werden können, erlebte  Günter Wallraff als Schwarzer unter Weißen. Wo er z. B. Brombeeren suchen wollte, vermuteten Spaziergänger „was ganz anderes“. Was Wallraff im Film erzählt, ist beschämend für mein Land und für jedes andere Land, in dem diese „alltäglichen“ Kränkungen passieren. Beschämend auch deshalb, weil das tumbe Verhalten z. B. der eindeutig Rechtsextremen die Intelligenz jedes halbwegs aufgeklärten Menschen beleidigt. Wallraff spricht über die Angst, die er hatte, und wie froh er war, Polizisten in der Nähe zu haben. – Bei den meisten Behördenbesuchen geraten Schwarze in Situationen ähnlich Verhören – so z. B. bei der simplen Frage, was man tun muß, um einen Jagdschein zu bekommen. Wallraffs Erfahrung ist, unter seiner Maske ausschließlich über seine Hautfarbe definiert zu werden: „Schwarze klauen“, „Schwarze ballern rum“, „Schwarze sind dreckig“ usw.
Da m. E. das Verhalten von manchen Deutschen gegenüber einem Schwarzen so blamabel ist, daß es auf sie zurückfällt, ist besonders die Schlußszene in Wallraffs Film in einer Kölner Kneipe besonders peinlich, wenn auch äußerst diskriminierend für den „Somalier“, der nicht „sein Bier brav an der Theke stehend austrinkt und nicht rumläuft wie die anderen“; im Film ist zu sehen, wie die Kneipenbedienung sich mit denen einverstanden erklärt, die den Fremden grundlos, aber pöbelnd und schulterschubsend vor die Tür setzen.
Der Film „Günter Wallraff Undercover“ wird auf arte wiederholt am 28.01.2011 um 10:50 Uhr.
Im Anschluß an den Film gab es eine Diskussion (wenige Tage online) mit Lilian Thuram, ehemaliger französischer Fußballspieler und engagiert gegen Rassismus, und Günter Wallraff sowie dem Moderator Thomas Kausch.
Zu guter Letzt:
Bei den Unruhen in den Pariser Vororten 2005 wandte sich Lilian Thuram gegen den damaligen Innenminister Nicolas Sarkozy, der gewisse Jugendliche aus den Vororten als „Gesindel“ und „Taugenichtse“ bezeichnet hat und meinte, dass man „die ganzen Banlieues mit einem Hochdruckreiniger von diesen Menschen reinigen müsste“. Thuram sagte dazu: „Wenn Sie diese Menschen als Gesindel bezeichnen, fühle ich mich auch angesprochen, da ich auch aus so einer Banlieue komme.“ 2008 gründete Thuram die Stiftung „Fondation Lilian Thuram – Éducation contre le racism”. (cf. Wikipedia)

21
Nov
10

Betrug am Zuschauer. arte, metropolis mit David Bowie

Dieser Beitrag, „Metropolis“ auf arte, ist – muß ich leider sagen – ein medialer Betrug für Fernsehzuschauer.
http://www.arte.tv/de/programm/242,dayPeriod=evening.html
Er verspricht auf seinem Vorausschau-Video mehr und erfüllt es nicht.
Angekündigt war ein Bericht über David Bowie zur Neuauflage seines Albums “Station to Station”, worüber in der Vorankündigung zu lesen war.  Was wurde gesendet? Das Video zur Vorankündigung.
Man hätte es sich schenken können, die Sendung zu gucken, z. B. weil das Video mehr informiert als der Beitrag.
Der Beitrag auf arte, metropolis ist gespickt mit Allbekanntem und PR, dem vorausgesendeten 3-Minuten-Video auf der Homepage. Wenn dies zur Werbung für metropolis auf arte gedacht war, so ist sie gründlich mißlungen.

20
Nov
10

TV-Tip auf arte. David Bowie

Anläßlich der Neuerscheinung von „Station to Station“ zeigt arte heute abend im Magazin „Metropolis“ um 23:10 bzw. 23:15 Uhr  – online werden verschiedene Angaben gemacht – u.a. einen Film darüber, wie „Station to Station“ von David Bowie vor 34 Jahren entstand. Ein Muß für David-Bowie-Fans! http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/3023690.html#0

Die Sendung „Metropolis“ wird am Sonntag, 21.11.2010, um 17:45 Uhr wiederholt.

22
Okt
10

Chopin-Klavierwettbewerb Warschau 21.10.2010. arte, 22 Uhr

Was für ein Abend! Ein Genuß für die Ohren!

http://www.arte.tv/de/programm/242,dayPeriod=evening.html

Unter den Gewinnern:
Yulianna Avdeeva aus Rußland spielt das Klavierkonzert e-moll, op. 11.
http://konkurs.chopin.pl/en/edition/xvi/prize_winners/1980_koncert_laureatOw

Ich bin „süchtig“ nach Chopin, ich gebe es zu. Ich liebe Chopin, vor allem seine Klavierkonzerte –  seit meinem 16. Lebensjahr. Chopin ist für mich Inbegriff des Gefühls, der Romantik, der Zuflucht und der Sehnsucht. Seine Musik ist mir immer nah gewesen. Oft war sie Trost und Hoffnung. George Sand, die langjährige Begleiterin von Chopin, war mir schon ein Begriff mit 19 Jahren …
Bis heute finde ich Chopin bei uns in Deutschland nicht so entdeckt und verstanden, wie ich mir das wünschte, aber das ist nur meine private Meinung.
Es gibt wunderbare Interpretationen von Chopin. Eine der mich überzeugenden ist von Emil Gilels. Weiß noch jemand, wer das ist? http://emilgilels.com/index1.php




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