25
Jan
12

Björk

Wenn Björks Spiel mit der Natur so endet wie im Film „Wanderlust“, wäre es schade um die viele Energie, oder?
Wie auch immer: Ich mag Björk und ihre Musik!

Und wenn die Vernichtung das Ende ist, steige ich aus. Ich spiele nicht mehr mit.
Ich will ein anderes und besseres Leben! Das gibt es.
Und hört, verdammt noch mal, auf, das Leben zu dramatisieren. Es ist.

25
Jan
12

Rainald Grebe. Kleinkunstpreisträger 2011

Wenn einer unter den Kabarettisten überfällig ist in meiner unmaßgeblichen Sammlung, dann ist es der große Spötter Rainald Grebe: Zuerst weit bekannt geworden mit „Brandenburg“ („Lassen Sie mich durch! Ich bin Chirurg, ich muss nach Brandenburg!“), später mit „Ich bin Ihr Kandidat“.
Viel Vergnügen!

Und noch eins für die Norddeutschen: Rainald Grebe in „Ina’s Nacht“ (m. Ina Müller) mit „Die Neunziger“:

25
Jan
12

Bodo Wartke

… ist ein knuffiges Kerlchen und redet Tacheles über die kleinen alltäglichen Bosheiten. ;-)

Viel Spaß!

20
Jan
12

Hörtip: Georg Schramm

Einer der besten unter den Kabarettisten („Meister Yoda“), Georg Schramm, war am 20.01.2012 zu Gast bei „hr2 Doppelkopf“.

Viel Vergnügen!

19
Jan
12

Meckern ist gut. – Bürgerbeteiligung oder Parteien-Ochsentour?

Man macht sich bloß unbeliebt, wenn man meckert. Das sagen nicht wenige. Und es ist immer wieder dasselbe, was man hört, wenn es darum geht, lokale oder regionale Interessen in den Medien widergespiegelt zu bekommen.  … damit wenigstens die da draußen wissen, was Sache ist. Und wenn eine Sache mal in den Medien ist, erzählen DIE einem was, damit man die Klappe hält. – Wie gesagt: Immer dasselbe.
Warum sollte es einem Kritiker von außen auch besser gehen als einem, der gerade die Parteien-Ochsentour hinter sich bringt?!
Wenn man gute Gründe zum Meckern hat, schafft man es vielleicht bis in ein ZDF-Magazin zum „Hammer der Woche“ oder so. Was die Menschen, die ihre Sorgen bis dahin erfolgreich publiziert haben, danach erwartet, bleibt die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt oft schuldig.
Die Medien bestimmen, was ein Thema zum Meckern ist. Niemand sonst.
Ich glaube, daß das nicht so gemeint war – anfangs, als man „Bürgerbeteiligung“ wollte.
Da sollten doch so viele wie möglich Klage erheben gegen Mißstände in der eigenen Region, Tacheles reden gegen die Bezirksverantwortlichen usw. Auf einmal wurden Facebook und Twitter relevant. Inzwischen verabschieden sich nach und nach namhafte Firmen aus diesen sog. Social-Media-Gruppen aus gut verständlichen Gründen.
Ich glaube, das mit der Bürger-Beteiligung war nie so gemeint – so im Sinne von Stimmrecht von unten und Mitspracherecht der Bürger. Das ist auch ein nicht so einfaches Pflaster.
In diesen maßgeblichen Fragen ist Demokratie in unseren deutschsprachigen sozialen Netzwerken Augenwischerei, weil die Gruppen der Lobbyisten viel mehr das Sagen haben. Lobbyisten bringen Bestechungsgelder mit, die sie auf jedwedem Weg unterzubringen wissen – das ist das gar nicht rühmliche Geheimnis.
Mit dieser interessengeleiteten Politik (wo wird nicht geschmiert?!) werden wir es immer zu tun haben. Aber in Wirklichkeit tut sie keiner Region wirklich gut – bloß den Lobbyisten, sprich: Interessengruppen. Solange Städte und Regionen auf solche Geldmittel angewiesen sind, braucht sich kein Mensch über Ungerechtigkeiten zu wundern. So einfach ist das.
Was ich mir am dringlichsten wünsche, sind lokalstarke und unabhängige Medien. Lokalstark, um den Medienanfragen zu trotzen, und unabhängig, um kraftvoll genug zu sein, sich mit niemandem gemein machen zu müssen.
Ist das nur ein frommer Wunsch? Ich hoffe nicht.

14
Jan
12

„Vergebung“. 16.01.2012 Der letzte Part im dreiteiligen Krimi-Thriller von Stieg Larsson (1954 – 2004)

Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) hat die Verfilmung der Trilogie nach den Romanen von Stieg Larsson (1954 – 2004) bereits Anfang  des letzten Jahres gezeigt. Dabei hat das ZDF den dreiteiligen Film aus Gründen der Spekulation um die Einschaltquoten gesplittet: Jeder der drei Filmteile wurde noch einmal gehälftet, um die Fernsehzuschauer ans Programm zu binden, so daß sie den Krimi Anfang des Jahres 2010 in insgesamt sechs Teilen sehen konnten. Aus diesem Grund gibt es Kino- und TV-Mehrteiler.
Die Beweggründe für den schwedischen Journalisten und Autor Stieg Larsson, diese Roman-Trilogie zu schreiben, liegen in den kriminalistischen Recherchen seiner Arbeit. Noch immer ist in der Media-Datenbank des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) zu sehen, wie aus Stieg Larsson der Autor der Kriminalromane dieser Tage wurde.
Lisbeth Salander, dargestellt von Noomi Rapace, ist die tragende Figur der gesamten Krimi-Trilogie „Verblendung – Verdammnis – Vergebung“.
Im Schwedischen lautet die Abfolge der Filme so:
1. Män som hatar kvinnor, „Männer, die Frauen hassen“ (Verblendung)
2. Flickan som lekte med elden, „Das Mädchen, das mit dem Feuer spielte“ (Verdammnis)
3. Luftslottet som sprängdes, „Das Luftschloss, das gesprengt wurde“ (Vergebung)
Nach meiner unmaßgeblichen Meinung gibt es für die filmische Darstellung von Stieg Larssons Melodram keine besseren Darsteller als Noomi Rapace und Michael Nyqvist – ganz gleich, was man von anderen Meinungen (Gerede von Michael Nyqvist als Fehlbesetzung u.ä.) nach dem raschen US-Remake mit Daniel Craig zu lesen hat.
Lisbeth Salander (Noomi Rapace) erringt im letzten Teil der Geschichte ihren Triumph: Mit der Enttarnung der ungeheuerlichen Verbrechen an einer Schutzbefohlenen wird über die Gewalttätigkeit in der Familiengeschichte beispielhaft sichtbar, wie Kinder – auch um sie loszuwerden – psychiatrische Fälle werden und sich für kriminelle Machenschaften eignen.
Wenn eine Gesellschaft mit einer solchen Hypothek um „Vergebung“ bittet, artikuliert sie wenigstens eine Ahnung von dem, was sie verbrochen hat. Wenn ein solcher Film erfolgreich bei uns im Fernsehen läuft, heißt das nichts anders als dies:
Behörden, macht eure Arbeit gefälligst so ordentlich, wie die, die euch bezahlen, das erwarten dürfen!

12
Jan
12

Wenn Medien sich unbeliebt machen. Die Affäre Christian Wulff

Die Medienberichte um den Bundespräsidenten Christian Wulff ziehen sich nun schon bald vier Wochen durchs World Wide Web. Die Nachrichten stehen in keinem Verhältnis zu den Nachrichten-Links, die der/die Medieninteressierte zu lesen bekommt, weil jede/r seinen Senf dazu geben muß. Die „Bild“-Zeitung spielt eine unrühmliche Rolle in der Sache und spannt andere Medien aus dem Verlagshaus Springer ein, die Vorwürfe gegen den Bundespräsidenten zu erhärten bzw. intellektuell zu untermauern. Der Springer-Verlag demonstriert mithin seine Macht, eine politische Persönlichkeit (hin-)richten zu können – wie geschmacklos ist das alles?! Haben wir jetzt tatsächlich schon die medialen Zustände wie in Großbritannien?! Gleichwohl muß man zur Ehrenrettung der Queen Elizabeth II. sagen, daß ihr nicht im Traum eingefallen wäre, bei der „Bild“ anzurufen.
Die Newsletter der Mediennachrichten registrieren eine allmähliche Ermüdung i.S. Wulff. Die Neuigkeiten in der Causa Wulff sind mager im Vergleich zum medialen Gerede. Freilich hat Christian Wulff mit seinem fehlenden Fingerspitzengefühl und dem unglücklichen Krisenmanagement auch selbst für das Weiterköcheln in seiner Sache gesorgt.
Die ZDF-Talkshow des vom Proporz angeschobenen „Markus Lanz“ (wo Geschmacklose über die Geschmacklosigkeit anderer reden, z. B. am 11.01.2012) – sie hat nach der Winterpause im neuen Jahr am gestrigen Dienstag, 10.01.2012, wieder begonnen – suchte beim zweifelhaften „Medien-Hype“ noch Rahm abzuschöpfen, indem Menschen wie Heiner Lauterbach befragt wurden. Nichts gegen die Meinungsfreiheit und die Abfrage der Ansichten von Lauterbach und anderen, auch dann, wenn Darsteller wie Lauterbach wegen ganz anderer Dinge eingeladen sind. Aber ebensogut hätte man Lieschen Müller befragen können – beliebig wird die Meinungsabfrage in einem Fall, in dem sich die Meinungen sehr zugunsten einer Position bündeln.
Selbstverständlich kann jede/r eine Meinung haben und äußern. Aber hat das die Programmdirektion vom Zweiten Deutschen Fernsehen resp. ZDF-Chefredakteur Peter Frey wirklich nötig, auch Schauspieler wie Heiner Lauterbach von Markus Lanz zur Causa Wulff befragen zu lassen? Es beschleicht eine/n jedenfalls ein merkwürdiges Gefühl, so von „einhelliger Meinung“ umschlossen zu werden, sagt eine kritische Medienbeobachterin und Nicht-CDU-Wählerin.
13.01.2012: Nachtrag
Am gestrigen Donnerstag gab es zum Thema Christian Wulff den Medienverbund der Öffentlich-Rechtlichen: bei ARD („beckmann“) und ZDF, „maybritt illner“ und „Markus Lanz“ vom 12.01.2012  revisited (s.a.zum Thema „Markus Lanz vom 11.01.2012). Gratulation!
Ich rege an, eine Untersuchung darüber anzustellen, wann sich die meisten Menschen unserer Republik in politisch brisanten Themen längst eine Meinung gebildet haben, lange bevor die redaktionelle Planung bei den Sendern Beiträge dazu plant. Ziel der gewünschten Untersuchung ist, der Augenwischerei ein Ende zu bereiten, die vorgibt, mit vermeintlich repräsentativen Umfragen öffentliche Meinungen abzubilden.
Ich hätte mir zum Themen Finanz- und Wirtschaftskrise ein ähnliches, wenn nicht größeres Medienecho gewünscht, weil das die Verbraucher nun wirklich interessiert. Aber da scheitert es vermutlich an den Kompetenzen.

20
Dez
11

Musiktip für heute nacht auf MDR

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) zeigt in der Nacht zum 21.12.2011 um 23:59 Uhr Jonathan Jeremiah.
In „Figaro live“ ist er eine Dreiviertelstunde in concert mit dem MDR-Sinfonieorchester zu sehen, das am 12.12.2011 in Leipzig zur Aufführung kam.
Weitere Informationen zu Jonathan Jeremiah sind auf seiner Homepage und im Boulevard-Magazin „brisant“ zu finden.

08
Dez
11

Alter schützt vor Torheit nicht. Arnulf Baring bei „Markus Lanz“

Manche Gäste in Talk-Shows sind bestenfalls eine Herausforderung, manchmal jedoch so populistisch,daß es an die Grenzen des Erträglichen geht. Vom Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) angekündigt als ein Mann der klaren Meinungen, war der gestrige Auftritt von Arnulf Baring wenig erquicklich.
In der Runde bei „Markus Lanz“ vom 07.12.2011 mit Yvonne Catterfeld, Rolf Eden und Sarah Kuttner ließ der Politologe, Publizist und Zeithistoriker Arnulf Baring verlauten, er sei jetzt in einem Alter (Jahrgang 1932), in dem er auf nichts und niemanden mehr Rücksicht nehmen müsse. So gab er bereitwillig auf Markus Lanz‘ Frage Antwort, wie er dazu komme, Angela Merkel für asexuell zu halten, und warum Helmut Schmidt überschätzt werde.
„Merkel ist … eine naturwissenschaftliche Tüftlerin, für die der alte Schulspruch gilt: Chemie ist das, was raucht und stinkt, Physik ist das, was nie gelingt.“ („Welt“-Interview, 06.03.2011)
Baring ein Mann der klaren Meinungen? Er beurteilt Merkels politisches Handeln über ihre Qualifikation als Wissenschaftlerin. Ist das redliche Kritik? Junge Menschen in der Schulausbildung lernen, daß Argumentation und Urteil sachlich fundiert sein müssen. Arnulf Baring macht mit dem Hinweis auf seine mit dem Alter gerechtfertigte Narrenfreiheit klar, daß er auf nichts mehr Rücksicht nehmen müsse. Alter schützt vor Torheit nicht.
Die Frauen in der Runde – Yvonne Catterfeld und Sarah Kuttner – äußerten sich zu den männlich-chauvinistischen Äußerungen von Baring mit keiner Silbe – wegen Überforderung? Kritische Anmerkungen kamen nur von Markus Lanz. Der alternde Playboy Rolf Eden schien für die Frauen interessanter zu sein.
Manchmal ist Markus Lanz um seine Gäste, die ja die Redaktion aussucht, nicht zu beneiden, wenn er selbst denjenigen abgeben muß, der Kontra gibt – auch i.S. Frauendiskriminierung.

Arnulf Baring bestreitet, daß Deutschland vom Euro bislang profitiert habe. Er will, daß Deutschland „raus aus dem Euro“ geht. Wir haben uns in der Vergangenheit vielfach darüber informieren können, warum eine Rückkehr zur D-Mark ungleich teurer wäre, als den Euro zu stützen. Eine Rückkehr zu nationalstaatlicher Finanz- und Wirtschaftspolitik in Zeiten globalen Handelns, in denen der Populismus als Blick nur mal eben über den eigenen Tellerrand nicht hilfreich ist, würde uns zusätzliche Konflikte mit anderen Ländern der Europäischen Union und der übrigen Welt bescheren. M.E. kommt es darauf an, die Agenten der Finanzmärkte an die lange Leine zu legen und u.a. dafür zu sorgen, daß in den USA der Glass-Steagall-Act von 1932/33 (Gesetz zur Trennung der Geschäftsbanken von den Investmentbanken, sträflicherweise aufgehoben unter der Regierung von Bill Clinton)  wieder in Kraft gesetzt wird.

07
Dez
11

Private Fotos von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ohne Copyright online

Wie der Medien-Nachrichtendienst meedia meldet, haben Spiegel Online (Spon) und andere Medien sich heute eine Panne bei Facebook zunutze gemacht, die durch eine Programmierung zustande gekommen ist, und private Bilder des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg veröffentlicht, ohne die Richtlinien des Datenschutzes bzw. des Urheberrechts zu beachten. Da das soziale Netzwerk Facebook mit weltweit über 800 Millionen Mitgliedern in der Vergangenheit vielfach wegen mangelhafter Datensicherheit in der Kritik stand, entbehrt der nachlässige Umgang mit Bildrechten bei Spon und anderen Medien nicht einer gewissen Komik.

Wie BBC News heute meldet, wird Mark Zuckerberg die Copyright-Verletzungen an seinen Bildern nicht verfolgen, da die Fotos ja nun sowieso online seien.
Hier erschließt sich ein ziemlich zweifelhaftes Verständnis von Bildrechten seitens des Gründers des sozialen Netzwerks Facebook, Mark Zuckerberg. Ist es Großzügigkeit oder Bequemlichkeit, gegen die fremde Nutzung privater Bilder nichts unternehmen zu wollen?
Wie wir von den Vereinigten Staaten inzwischen wissen, gibt es hinsichtlich Datenschutz so gut wie keine Gesetze oder Regelungen.
Soll man es naiv nennen oder dumm? Der Schutz persönlicher Daten als ein Recht des Bürgers würde US-Regierungsbehörden in ihrem Handeln massiv beeinträchtigen. Auch und besonders vor diesem Hintergrund erscheint die Tätigkeit der Geheimdienste, die sich teilweise auch bei Facebook tummeln, in einem bemerkenswerten Licht: Wenn es keine gesetzlichen Regelungen gibt, gibt es gar eine Kooperation zwischen Facebook und US-Regierungsbehörden? Wenn es so etwas wie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung in den Vereinigten Staaten nicht gibt in dem Sinne, daß sich der einzelne Bürger vor dem Zugriff auf persönliche Daten durch Behörden schützen kann, dann ist diese Frage durchaus nicht abwegig.

Für die Zeit, als Mark Zuckerberg Facebook entwickelte, ist eine Aussage von ihm verbürgt, die zeigt, was er von der Datensicherheit der Nutzerinnen und Nutzer seiner Plattform hielt: nämlich gar nichts.

Längst überfällig ist die geplante Änderung des Telemediengesetzes, wonach in Zukunft u.a. bei Facebook die Option, das Nutzerkonto zu löschen, leichter zugänglich zu sein hat als bislang.




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